Reduzierung der Versicherungsaufwendungen einer Kraftsfahrzeugflotte um 50 %

Reduzierung der Versicherungsaufwendungen einer Kraftsfahrzeugflotte um 50 %

Ausgangssituation

Ein Unternehmen der Baubranche mit einem Fuhrpark von 243 Fahrzeugen (LKW, ABM, PKW und ANH) hatte im Jahr 2004 ein Beitragsniveau von ca. 226 TEU.
Da sich in der Baubranche der Kostendruck verschärfte, sollten wir die Einsparungspotenziale bei den Versicherungsprämien prüfen.
Die bisherige Betreuung war über Jahre hinweg durch eine Versicherungsagentur erfolgt. Durch seine Abhängigkeit zum Versicherer war es dem Vertreter nicht möglich, auf eine Verbesserung der Beitrags- bzw. Versicherungsleistung hinzuwirken.

Herausforderung

Die Zusammenarbeit zwischen dem Kunden und dem bisherigen Versicherer sollte nach dem Wunsch des Kunden wegen der sonst positiven Zusammenarbeit aufrechterhalten werden.
Die KFZ-Versicherung war durch einen Großschaden mit ca. 500 TEU stark belastet. Aufgrund dieser angespannten Schadenssituation (Schadenquote 213 %) war die Versicherungsgesellschaft nicht bereit, die Prämien zu reduzieren.

Zielsetzung unserer Arbeit

Reduktion der Versicherungskosten bei mindestens gleichem Versicherungsschutz.
Aufrechterhaltung der Zusammenarbeit mit der bestehenden Versicherungsgesellschaft.

Die Maßnahmen im Einzelnen

1. Wir haben die KFZ-Flotte ausgeschrieben und alternative Sicherungskonzepte angefordert, um somit einen Wettbewerb darzustellen.
Durch eine Kappung von Großschäden waren andere Versicherer bereit, die Flotte (auf Stückprämienbasis) zu einem deutlich niedrigeren Prämienniveau von ca. 170 TEU p. a. zu versichern – bei gleichem Versicherungsumfang.

2. Erneute Verhandlungen mit dem bestehenden Versicherer.
Auf Basis dieser Vergleichsdaten haben wir mit dem bestehenden Versicherer erneute Verhandlungen geführt und die Prämie zum Jahreswechsel 2004/2005 auf Stückprämienbasis um 30%, auf 156 TEU reduziert.

3. Ab diesem Zeitpunkt haben wir das laufende Controlling der KFZ-Flotte übernommen.
Im weiteren Verlauf wurde die Schadensentwicklung beobachtet. Die Schadenquote im Jahr 2005 war erfreulich, die Quote im Jahr 2006 wurde durch einen Schadenrückkauf von ca. 16,5 TEU niedrig gehalten, um eine Prämienanhebung von ca. 30,5 TEU zu vermeiden.
Aufgrund der nun konstant positiven Schadenquote (durch Kappung und Rückkauf aktiv beeinflusst), konnte nach nochmaliger Ausschreibung zum Jahreswechsel 2007/2008 das Prämienniveau erneut reduziert werden – bei gleichzeitigen Verbesserungen im Bedingungswerk.
Durch ein regelmäßiges Controlling der entscheidenden Eckdaten, durch Beobachten der Marktentwicklungen, sowie die ständige Aufrechterhaltung eines „gesunden Wettbewerbs der Anbieter“ war es uns möglich, für unseren Mandanten das Kostenniveau seit Beginn der Zusammenarbeit um 50% zu reduzieren.

Das Ergebnis

Prämienentwicklung
2004 226 TEU
2005 156 TEU
2006 154 TEU
2007 131 TEU
2008 119 TEU
2009 113 TEU

 

Autor: Peter Echter

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