Ein Automobilzulieferer – vom Handwerksbetrieb zum florierenden Industriebetrieb

Ein Automobilzulieferer – vom Handwerksbetrieb zum florierenden Industriebetrieb

 

Ausgangssituation

In den Sechzigern baute der Vater mit viel Engagement und Fleiß „seinen Betrieb“ auf. Der ganzen Familie, besonders den Kindern, gab er von Anfang an die Möglichkeit im Betrieb  mitzuarbeiten.
Im Jahr 2001 war es soweit, dass die Kinder der Meinung waren, den Betrieb mit 80 Mitarbeitern und vier Millionen Euro Umsatz in Eigenverantwortung zu übernehmen. Grundsätzlich war der Vater damit einverstanden.

Wie nicht anders zu erwarten, gab es zunächst unterschiedliche Meinungen über den Kurs des Unternehmens. Dem Vater, der am Ende seiner Laufbahn noch weiter von den finanziellen Ergebnissen des Unternehmens abhängig war, war es wichtig, das Unternehmen wie bisher weiterzuführen und keine weiteren Risiken einzugehen. Die Kinder, voller Energie, wollten Wachstum mit modernen Methoden. So entstand eine herausfordernde Situation. Zu den familiären Meinungsverschiedenheiten stand das Unternehmen vor der Aufgabe, sich mit geringem Eigenkapital vom großen Handwerksbetrieb zum Industriebetrieb zu entwickeln.

Zielsetzung unserer Arbeit

Das Unternehmen unter Berücksichtigung des extremen Wachstums und geringer Eigenkapitalbasis nachhaltig zukunftsfähig zu entwickeln und in die nächste Unternehmergeneration zu führen.

Die Maßnahmen im Einzelnen

Diese Herausforderung war nicht in Strategien mit entsprechend langfristiger Planung sowie geeigneten Controllinginstrumenten verankert. Die Finanzierungsstruktur und die Beziehung zu Banken war nicht angemessen organisiert. Damit war klar, welche Ziele verfolgt werden mussten. Nachhaltig und zukunftsfähig sollte das Unternehmen aufgestellt werden. Mit der Unternehmerfamilie entwickelten wir gemeinsam die Ziele und eine Unternehmensstrategie mit klarer Vision, Mission und messbaren Meilensteinen. Damit die Entwicklung auch nachhaltig abgebildet werden konnte, wurden im ersten Schritt ein durchgängiger Planungs- und Controllingprozess eingeführt. Wichtig war uns dabei, dass im gesamten Prozess die jeweiligen Spezialisten mit an Bord waren.

Weitere Schritte folgten

Aufbau der Investitions-, Finanzierungs- und Liquiditätsplanung mit laufendem Banken-Reporting unter Rating-Gesichtspunkten. Beschaffung von Beteiligungskapital zur Stärkung der Eigenkapitalbasis, sowie dringend benötigter Finanzierungsmittel für Investitionsgüter inkl. öffentlicher Fördermittel. Entwicklung eines Risk-Managements-Konzeptes. Entwicklung und Umsetzung der Nachfolgeplanung. Aufbau eines Family Office zur Sicherung der privaten Einkünfte. Wichtiges Anliegen war uns, das Unternehmen und die Familie nicht nur beratend zu unterstützen, sondern auch mit anzupacken, wenn es notwendig war.

Das Ergebnis

Heute sind wir und die Unternehmerfamilie stolz darauf, gemeinsam ein Unternehmen mitentwickelt zu haben, das seit Beginn unserer Begleitung den Umsatz verachtfacht hat, dabei mehr als dreißig Millionen Euro investieren konnte und drei Millionen Euro Beteiligungskapital zur Eigenkapitalstärkung erhalten hat. Es wurde zudem mit 1,3 Millionen Euro öffentlicher Mittel dabei unterstützt. Gleichzeitig wurde der Nachfolgeprozess mit all seinen Höhen und Tiefen zum Wohle des Unternehmens abgeschlossen.
Damit wurde unser Ziel, ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Unternehmen zu entwickeln, erreicht.

Autor: Christoph Reiter

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