Vesicherungsschutz stärkt die Unternehmensfinanzierung

Aktives Riskmanagement führt zu besseren Bankverhandlungen

Ausgangssituation

Ein neu gegründeter Produktionsmaschinen-Hersteller war an unser Haus heran-getreten, weil ein hoher Finanzierungsbedarf bestand.
Die agierenden Geschäftsführer waren bisher jahrelang in verantwortlichen Positionen gleichartiger Unternehmen tätig. In diesen Positionen hatten sie sich einen breiten Kundenstamm und das erforderliche Know-how aufgebaut. Diesem Umstand war es zu verdanken, dass das Unternehmen mit dem Beginn der Geschäftstätigkeit volle Auftragsbücher hatte. Dabei stellte sich die Vorfinanzierung der Produktionskosten als Problem dar und Anzahlungen von Kunden waren für die junge Firma nicht durchsetzbar.
Bisherige Bankverhandlungen gestalteten sich aufgrund fehlender Bonität und eines damit verbundenen hohen Ausfallrisikos schwierig und führten deshalb zu Ablehnungen.

Herausforderung

Die Herausforderung bestand darin, das neue Unternehmen für Investoren attraktiv darzustellen, so dass Kapitalgeber bereit sind, die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.

Zielsetzung unserer Arbeit

Eine Grundlage für die notwendige Kapitalbeschaffung herzustellen.
Eine Finanzierungsstruktur einschließlich Auswahl geeigneter Finanzierungspartner zu erarbeiten.
Absicherung der finanziellen Risiken des Unternehmens für zwei Großaufträge.

Die Maßnahmen im Einzelnen

1. Zuerst war es notwendig, den Businessplan des Unternehmens zu analysieren und speziell auf die Anforderungen der geplanten Kapitalgeber zu optimieren. Verschieden beeinflussbare interne und externe Risiken wurden neu bewertet und durch Umstellung bestimmter Rahmenbedingungen reduziert.

2. Bezogen auf die Großaufträge konnte hingewirkt werden, dass die ausländischen Vertragspartner Anzahlungsvereinbarungen trafen. Die Auftraggeber waren dazu nur bereit, wenn gleichzeitig eine Anzahlungs- und Vertragserfüllungsbürgschaft ausgestellt wird.

3. Die Anzahlungsvereinbarung sah vor, dass die Schlusszahlung erst nach Montage und erfolgreichem Probebetrieb der Maschine fällig wird. Somit bestand ein finanzielles Restrisiko für unseren Kunden, welches abzusichern war. Wir empfahlen dem Unternehmer, dieses Rechtsgeschäft durch eine Forderungsausfallversicherung abzudecken. Damit konnte ein unkalkulierbar drohender Ausfall der Schlussrate auf einen externen Risikoträger gegen einen kalkulierbaren Beitrag abgewälzt werden.

Das Ergebnis

Durch die Optimierung des Businessplans konnten die Bedürfnisse der Kapitalgeber berücksichtigt werden, wodurch sich die weiteren Verhandlungen positiver gestalteten.
Die Anzahlungen der Auftragsgeber wirkten dahingehend, dass der Finanzierungsbedarf günstiger ausfiel. Durch die Bürgschaftserteilung eines Versicherers musste ein Avalrahmen der Banken nicht belastet werden, und die Situation wurde insgesamt entspannt.
Mit der Forderungsausfallversicherung konnte die Restzahlung der ausländischen Auftraggeber abgesichert werden. Die Versicherungsleistung wurde an die Bank abgetreten und stellte eine wesentliche Sicherheit dar.
An diesem Beispiel zeigt sich deutlich, wie ein aktives Bankenreporting und Outsourcing des Risikos auf externe Risikoträger (hier Versicherungsgesellschaften) eine Reduktion des Insolvenzrisikos, eine Verbesserung der Fremdfinanzierungskosten und eine Stärkung der Bonität mit sich bringt.

 

Autor: Peter Echter

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